.
Es ist 17:30 Uhr.
Ich betrete das Pflegeheim.
Im Erdgeschoß befindet sich ein großes Restaurant.
Dort ist ein Weihnachtsbasar aufgebaut und es herrscht ein reges Treiben.
Die alten Damen und Herren freuen sich sichtlich über diese andere Art einer Weihnachtsfeier. In den Gängen zwischen den verschiedensten bunten Ständen ist immer noch genug Platz für den Rollator oder Rollstuhl und man sieht meist in strahlende Gesichter.
Ich drücke den Knopf zum Fahrstuhl und fahre in eines der oberen Stockwerke.
Mein Ziel ist einer jener vergessenen Alten, die den Weihnachtsbasar im Erdgeschoß nicht sehen können.
Ich klopfe an die Tür und trete ein.
Es ist stockdunkel im Raum und ich knipse das Licht nahe der Tür an.
Der Alte wacht auf.
Er schaut mich mißmutig an, so, als wollte er sagen: "Was willst Du denn schon wieder hier?"
Dabei kennen wir uns schon seit vielen Jahren . . .
Ich versuche ein wenig Smalltalk.
Nein, er war schon lange nicht mehr im Rollstuhl.
Nein zum Weihnachtsbasar war er auch nicht,
da will er auch nicht mehr hin.
Es ist ja doch alles 'Sense'.
Er will nur noch seine Ruhe haben und schlafen.
(Oder sterben . . . ?)
Ich erzähle ihm noch einmal die Geschichte von seiner Weihnachtsfeier vor einem Jahr hier im Pflegeheim.
2 Stück Sahnetorte,
4 Kekse,
eine Mandarine
und eine Tasse Kaffee!
Das war vor einem Jahr seine Ausbeute!
Und heute?
Eine Flasche mit Flüssignahrung am Ständer,
direkt über einen Schlauch in den Magen gepumpt!
Das ist sein "alternativer Genuß" anstelle der Leckereien vom Weihnachtsbasar.
Mir klingt es noch immer in den Ohren, wie er mir vor einem Jahr sagte: "Ich möchte mal wieder in 'n Apfel beißen!"
Der Alte hätte heute auch da unten beim Weihnachtsbasar im Rollstuhl sitzen können und unbeschadet von den Leckereien naschen können, wenn . . . ja, wenn . . .
Vielleicht wäre alles anders, wenn man ihn im April dieses Jahres nicht in seinem Zimmer im Rollstuhl allein gelassen hätte . . . ?
Vielleicht wäre alles anders, wenn er in einem anderen Pflegeheim betreut würde . . . ?
Vielleicht wäre alles anders, wenn sein Betreuer mehr Zeit hätte . . . ?
Aber dieses "vielleicht" ist halt nicht . . .
Der Alte wird ja jetzt behördlich und juristisch verwaltet.
.
oder "Die vergessenen Alten"
Wir sind alt, wenn wir aufhören zu denken.
Wir sind alt, wenn wir aufhören zu fragen.
Wir sind alt, wenn wir sagen: "Ach das bringt doch nichts!"
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Donnerstag, 24. November 2011
Freitag, 27. Mai 2011
Schlaganfall: Aktuelles aus dem Internet
.
Ein Schlaganfall - zum Glück nur "light"
Holsteinischer Courier vom 27. Mai 2011
Und hier, in meinem Reader-Feed ist noch viel mehr zu finden:
Leseempfehlungen zum Thema Gesundheit und Schlaganfall
.
Ein Schlaganfall - zum Glück nur "light"
Holsteinischer Courier vom 27. Mai 2011
Und hier, in meinem Reader-Feed ist noch viel mehr zu finden:
Leseempfehlungen zum Thema Gesundheit und Schlaganfall
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Mittwoch, 11. Mai 2011
Harburger Schlaganfalltag am 14.Mai 2011 von 9:3o bis 13:3o Uhr
Aktueller Termin am Wochenende:
Am Samstag, den 14. Mai 2011
von 9:30 bis 13:30 Uhr
findet in der Asklepios Klinik Harburg, Pferdeweg,
Haus 6, 3. Stock, Medienzentrum,
der 6. Harburger Schlaganfalltag in Kooperation mit
Prof. Dr. Rudolf Töpper + Mitarbeiter
Als Ansprechpartner ist auch Inge Peusch, von der Schlaganfall Selbsthilfegruppe Harburg, anwesend.
Am Samstag, den 14. Mai 2011
von 9:30 bis 13:30 Uhr
findet in der Asklepios Klinik Harburg, Pferdeweg,
Haus 6, 3. Stock, Medienzentrum,
der 6. Harburger Schlaganfalltag in Kooperation mit
Prof. Dr. Rudolf Töpper + Mitarbeiter
Als Ansprechpartner ist auch Inge Peusch, von der Schlaganfall Selbsthilfegruppe Harburg, anwesend.
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Dienstag, 10. Mai 2011
Beschwerdetelefon-Pflege und das Projekt Harburger-Pflegekonferenz
Ein Modellprojekt ist längst erwachsen geworden!
Die Harburger Pflegekonferenz wurde nach 2 Jahren am 30.06.2001 nicht beerdigt, sondern weiter geführt.
Ich habe auf deren Internetseiten heute so viele nützliche Information über weiterführende Links gefunden, daß ich nach 3 Stunden immer noch am Lesen bin.
Der nützlichste Link für mich war dieser:
Beratungsstellen im südlichen Hamburger Bereich
Wer irgend ein Problem im Bereich der Pflege von Angehörigen hat, der dürfte auf diesen Seiten fündig werden.
Und falls alles nichts gebracht hat, so ist auf deren Seiten natürlich auch der Link zum Beschwerdetelefon-Pflege in Hamburg vorhanden.
Ruft dort an, wenn euch der Schuh drückt!
Die Harburger Pflegekonferenz wurde nach 2 Jahren am 30.06.2001 nicht beerdigt, sondern weiter geführt.
Ich habe auf deren Internetseiten heute so viele nützliche Information über weiterführende Links gefunden, daß ich nach 3 Stunden immer noch am Lesen bin.
Der nützlichste Link für mich war dieser:
Beratungsstellen im südlichen Hamburger Bereich
Wer irgend ein Problem im Bereich der Pflege von Angehörigen hat, der dürfte auf diesen Seiten fündig werden.
Und falls alles nichts gebracht hat, so ist auf deren Seiten natürlich auch der Link zum Beschwerdetelefon-Pflege in Hamburg vorhanden.
Ruft dort an, wenn euch der Schuh drückt!
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Donnerstag, 14. April 2011
Schlaganfall: Wer hilft den Angehörigen?
Nachtrag vom 14.04.2011 - 23:55 h
Eine Studie aus dem Jahre 2002 ist als PDF-Datei zum Download verfügbar.
Wer sich an diese Lektüre wagt, der möge bitte zuerst die Seiten 234 (letzter Absatz!) und die ganze Seite 235 lesen.
Belastungsverarbeitung bei Angehörigen von Schlaganfallpatienten
http://www.bbs.charite.de/projekte/fs_proj/ts_b/c2/BBS_C2_Abschlussbericht.pdf
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Schlaganfall: Wer hilft den Angehörigen?
Die Angehörigen von Schlaganfallpatienten werden oft vergessen.
Oh ja, sie sind für eine Rehabilitation des Schlaganfallpfleglings sehr wichtig.
Das beste Pflegeheim kann die sozialen Kontakte, die ein Pflegling nach so einem Schlag ja so dringend braucht, nicht ersetzen.
In dem Artikel Schlaganfall - Tipps für Angehörige (netdoktor.de) wird das recht gut beschrieben.
Aber wer hilft, den Helfer fit zu machen und zu erhalten, damit dieser auch längerfristig helfen kann?
Auch der Angehörige selbst braucht Hilfe!
Ich habe zwar viele hilfreiche Links gefunden, die zu Inhalten führen wie Angehörige dem betroffenen Schlanganfallpflegling helfen können, der Angehörige selbst kommt dabei aber immer wieder zu kurz.
Über kurz oder lang ist auch der Helfer am Ende und wir haben zwei Patienten.
Wer passendere Links als die beiden nachfolgenden kennt, den bitte ich, doch diese hier als Kommentar zu posten.
Informationen für Angehörige (neurologen-und-psychiater-im-netz.de)
Schlaganfall: Schulungen für Angehörige empfehlenswert (vitanet.de)
Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe in Hamburg-Harburg
besuche ich jetzt regelmäßig an jedem letzten Donnerstag im Monat.
Wo? Na, im Rieckhoff im Zentrum Harburgs, um 14:3o Uhr.
Leider hat diese Gruppe noch keine eigene Seite im Internet,
aber am Ende der folgenden Seite werdet ihr fündig, wenn ihr
nach einer Telefonnummer dieser Gruppe sucht:
Das bewegt mich - http://www.pflegekonferenz.de/das_bewegt_mich.pdf
.
Eine Studie aus dem Jahre 2002 ist als PDF-Datei zum Download verfügbar.
Wer sich an diese Lektüre wagt, der möge bitte zuerst die Seiten 234 (letzter Absatz!) und die ganze Seite 235 lesen.
Belastungsverarbeitung bei Angehörigen von Schlaganfallpatienten
http://www.bbs.charite.de/projekte/fs_proj/ts_b/c2/BBS_C2_Abschlussbericht.pdf
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Schlaganfall: Wer hilft den Angehörigen?
Die Angehörigen von Schlaganfallpatienten werden oft vergessen.
Oh ja, sie sind für eine Rehabilitation des Schlaganfallpfleglings sehr wichtig.
Das beste Pflegeheim kann die sozialen Kontakte, die ein Pflegling nach so einem Schlag ja so dringend braucht, nicht ersetzen.
In dem Artikel Schlaganfall - Tipps für Angehörige (netdoktor.de) wird das recht gut beschrieben.
Aber wer hilft, den Helfer fit zu machen und zu erhalten, damit dieser auch längerfristig helfen kann?
Auch der Angehörige selbst braucht Hilfe!
Ich habe zwar viele hilfreiche Links gefunden, die zu Inhalten führen wie Angehörige dem betroffenen Schlanganfallpflegling helfen können, der Angehörige selbst kommt dabei aber immer wieder zu kurz.
Über kurz oder lang ist auch der Helfer am Ende und wir haben zwei Patienten.
Wer passendere Links als die beiden nachfolgenden kennt, den bitte ich, doch diese hier als Kommentar zu posten.
Informationen für Angehörige (neurologen-und-psychiater-im-netz.de)
Schlaganfall: Schulungen für Angehörige empfehlenswert (vitanet.de)
Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe in Hamburg-Harburg
besuche ich jetzt regelmäßig an jedem letzten Donnerstag im Monat.
Wo? Na, im Rieckhoff im Zentrum Harburgs, um 14:3o Uhr.
Leider hat diese Gruppe noch keine eigene Seite im Internet,
aber am Ende der folgenden Seite werdet ihr fündig, wenn ihr
nach einer Telefonnummer dieser Gruppe sucht:
Das bewegt mich - http://www.pflegekonferenz.de/das_bewegt_mich.pdf
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Samstag, 9. April 2011
Der aktuelle Link: Krankengymnastik
Samstag, 2. April 2011
Alten- und Pflegeheime: Schlechter Ruf?
Letztes Update am 2. Februar 2012 - 12:26 h
– Warum haben Alten- und Pflegeheime oft einen schlechten Ruf?
à Das Personal ist willig, aber das System ist schwach.
Siehe auch: Welt-Online vom 7.11.2010
Behörden schieben junge Behinderte ins Altersheim
Vorweg ein Wort zur Ehrenrettung der Pflegekräfte:
Soweit ich das gesehen habe, geben sich die Pflegekräfte alle Mühe, ihren Pfleglingen das Leben erträglich zu machen. Aber für so kleine Sonderwünsche, wie das Herausheben aus dem Rollstuhl und wieder ins Bett bringen, und bitte auch gleich nach dem Mittagessen, ist schlichtweg keine Zeit da. Mal geht es relativ schnell und mal gibt es Wartezeiten von 45 Minuten und mehr . . .
Und wer sich nicht hartnäckig genug meldet, der bleibt halt den ganzen Tag im Bett liegen . . .
Oder er sitzt so lange im Rollstuhl, bis er nach mehreren Stunden dort nicht mehr sitzt, sondern nur noch wie ein nasser Sack hängt.
Der Focus berichtete in seiner Ausgabe 32 (2009) über eine Studie zum Thema
„Gesundheit und Krankheit im Alter“
Das Pflegeheim
Aber auch dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche des Problemes.
Wer wissen möchte, wie es in einem Pflegeheim wirklich zugeht, der muß sich schon selbst ein Bild am Ort des Geschehens machen.
Vergessen wird in solchen Artikeln, wie beim Focus, leider oft, daß nicht nur alte und demente Menschen in ein Pflegeheim kommen. Es kommen auch jene Patienten in ein Pflegeheim, die aus dem Krankenhaus "ausgemustert" wurden, die aber auch nicht zu Hause im Familienkreis betreut werden können.
Zu diesem speziellen Personenkreis gehören zum Beispiel pflegebedürftige Schlaganfallpatienten.
Und genau diese Patienten fallen in Pflegeheimen oft durch das dort übliche Raster.
Ein Schlaganfallpatient müßte nach seinem Krankenhausaufenthalt eigentlich sofort in eine REHA-Klinik gebracht werden. Kann dieser Mensch aber nicht laufen, nicht ordentlich sprechen und muß er sogar noch mit Windeln versorgt werden, weil er nicht zur Toilette gehen kann, so paßt er nicht in das Konzept der meisten REHA-Kliniken.
Eine REHA-Klinik ist kein Pflegeheim und Pflegeheime sind nun einmal keine REHA-Anstalten.
Und ein Zwischending habe ich noch nicht gefunden.
Es bemühen sich zwar etliche Pflegeheime so etwas wie eine REHA-Station in ihrem Hause anzubieten, schaut man aber genauer hin, dann bleibt von echten REHA-Aktivitäten, die auf einen Schlaganfallpatienten ausgerichtet sind, herzlich wenig übrig.
Und jetzt beginnt der Teufelskreis, der leicht zu einer Depression bei einem Pflegling führt und diese dann immer mehr verfestigt. Diese Form der Depression ist auch unter dem Begriff der Erlernten Hilflosigkeit in der Wikipedia zu finden.
Irgendwann begreift auch so ein angeschlagener Pflegling, daß ihm in einem Pflegeheim kaum aus seinen Schwierigkeiten heraus geholfen wird, die ihm durch den Schlaganfall beschert wurden.
Im Pflegeheim wird er halt so, wie die anderen Alten auch, aufbewahrt.
Die wahrscheinliche Folge ist, daß der Lebenswille bei einem solchen Patienten sinkt und daß dieser eine Depression entwickelt oder daß sich eine bereits bestehnde Depression verfestigt.
Diese Depression kann dann wiederum dazu führen, daß der Pflegling sich in sein Schneckenhaus zurück zieht und sich jeglichen REHA-Maßnahmen verweigert.
Wird dann auch noch ohne Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten ein stark sedierendes Antidepressivum wie Mirtazapin verabreicht, dann ist der Zug so gut wie abgefahren. Da hilft auch eine spätere Korrektur mit einem angemesseneren Medikament wie Fluoxetin oder Citalopram nicht mehr aus dem tiefen Loch einer Depression heraus.
In einem von mir beobachteten Fall weigert sich der Pflegling inzwischen, sich überhaupt noch in den Rollstuhl setzten zu lassen.
Der Pflegling hat schlichtweg Angst, im Rollstuhl allein gelassen zu werden.
Und er hat Angst, daß er, wenn er müde wird, nicht wieder ins Bett zurück gebracht wird.
Und damit schließt sich dann der Teufelskreis, der mit einer Pillengabe (Antidepressiva) nicht mal so eben überwunden werden kann. Manche Antidepressiva verstärken eher noch diesen Effekt des sich Zurückziehens.
Da wird in den Medien viel von einer artgerechten Haltung von Hühnern, Schweinen und anderen Tieren geredet und geschrieben . . .
Da werden ganze Wohnsiedlungen nicht gebaut, weil da irgend jemand den Wachtelkönig hat "singen" hören, ohne diesen jemals zu Gesicht zu bekommen . . .
Wo aber bleibt da die 'artgerechte' (und menschenwürdige) Betreuung von mehr oder weniger hilflosen menschlichen Pfleglingen?
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– Warum haben Alten- und Pflegeheime oft einen schlechten Ruf?
à Das Personal ist willig, aber das System ist schwach.
Siehe auch: Welt-Online vom 7.11.2010
Behörden schieben junge Behinderte ins Altersheim
Vorweg ein Wort zur Ehrenrettung der Pflegekräfte:
Soweit ich das gesehen habe, geben sich die Pflegekräfte alle Mühe, ihren Pfleglingen das Leben erträglich zu machen. Aber für so kleine Sonderwünsche, wie das Herausheben aus dem Rollstuhl und wieder ins Bett bringen, und bitte auch gleich nach dem Mittagessen, ist schlichtweg keine Zeit da. Mal geht es relativ schnell und mal gibt es Wartezeiten von 45 Minuten und mehr . . .
Und wer sich nicht hartnäckig genug meldet, der bleibt halt den ganzen Tag im Bett liegen . . .
Oder er sitzt so lange im Rollstuhl, bis er nach mehreren Stunden dort nicht mehr sitzt, sondern nur noch wie ein nasser Sack hängt.
Der Focus berichtete in seiner Ausgabe 32 (2009) über eine Studie zum Thema
„Gesundheit und Krankheit im Alter“
Das Pflegeheim
Aber auch dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche des Problemes.
Wer wissen möchte, wie es in einem Pflegeheim wirklich zugeht, der muß sich schon selbst ein Bild am Ort des Geschehens machen.
Vergessen wird in solchen Artikeln, wie beim Focus, leider oft, daß nicht nur alte und demente Menschen in ein Pflegeheim kommen. Es kommen auch jene Patienten in ein Pflegeheim, die aus dem Krankenhaus "ausgemustert" wurden, die aber auch nicht zu Hause im Familienkreis betreut werden können.
Zu diesem speziellen Personenkreis gehören zum Beispiel pflegebedürftige Schlaganfallpatienten.
Und genau diese Patienten fallen in Pflegeheimen oft durch das dort übliche Raster.
Ein Schlaganfallpatient müßte nach seinem Krankenhausaufenthalt eigentlich sofort in eine REHA-Klinik gebracht werden. Kann dieser Mensch aber nicht laufen, nicht ordentlich sprechen und muß er sogar noch mit Windeln versorgt werden, weil er nicht zur Toilette gehen kann, so paßt er nicht in das Konzept der meisten REHA-Kliniken.
Eine REHA-Klinik ist kein Pflegeheim und Pflegeheime sind nun einmal keine REHA-Anstalten.
Und ein Zwischending habe ich noch nicht gefunden.
Es bemühen sich zwar etliche Pflegeheime so etwas wie eine REHA-Station in ihrem Hause anzubieten, schaut man aber genauer hin, dann bleibt von echten REHA-Aktivitäten, die auf einen Schlaganfallpatienten ausgerichtet sind, herzlich wenig übrig.
Und jetzt beginnt der Teufelskreis, der leicht zu einer Depression bei einem Pflegling führt und diese dann immer mehr verfestigt. Diese Form der Depression ist auch unter dem Begriff der Erlernten Hilflosigkeit in der Wikipedia zu finden.
Irgendwann begreift auch so ein angeschlagener Pflegling, daß ihm in einem Pflegeheim kaum aus seinen Schwierigkeiten heraus geholfen wird, die ihm durch den Schlaganfall beschert wurden.
Im Pflegeheim wird er halt so, wie die anderen Alten auch, aufbewahrt.
Die wahrscheinliche Folge ist, daß der Lebenswille bei einem solchen Patienten sinkt und daß dieser eine Depression entwickelt oder daß sich eine bereits bestehnde Depression verfestigt.
Diese Depression kann dann wiederum dazu führen, daß der Pflegling sich in sein Schneckenhaus zurück zieht und sich jeglichen REHA-Maßnahmen verweigert.
Wird dann auch noch ohne Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten ein stark sedierendes Antidepressivum wie Mirtazapin verabreicht, dann ist der Zug so gut wie abgefahren. Da hilft auch eine spätere Korrektur mit einem angemesseneren Medikament wie Fluoxetin oder Citalopram nicht mehr aus dem tiefen Loch einer Depression heraus.
In einem von mir beobachteten Fall weigert sich der Pflegling inzwischen, sich überhaupt noch in den Rollstuhl setzten zu lassen.
Der Pflegling hat schlichtweg Angst, im Rollstuhl allein gelassen zu werden.
Und er hat Angst, daß er, wenn er müde wird, nicht wieder ins Bett zurück gebracht wird.
Und damit schließt sich dann der Teufelskreis, der mit einer Pillengabe (Antidepressiva) nicht mal so eben überwunden werden kann. Manche Antidepressiva verstärken eher noch diesen Effekt des sich Zurückziehens.
Da wird in den Medien viel von einer artgerechten Haltung von Hühnern, Schweinen und anderen Tieren geredet und geschrieben . . .
Da werden ganze Wohnsiedlungen nicht gebaut, weil da irgend jemand den Wachtelkönig hat "singen" hören, ohne diesen jemals zu Gesicht zu bekommen . . .
Wo aber bleibt da die 'artgerechte' (und menschenwürdige) Betreuung von mehr oder weniger hilflosen menschlichen Pfleglingen?
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Traurig
Donnerstag, 17. März 2011
Pflegeheime: Antidepressiva und Schlaftabletten . . .
Bei meinen Besuchen in Pflegeheimen bin ich zwangsläufig auch mit dem Thema Psychopharmaka, und hier insbesondere mit dem Bereich der Antidepressiva, in Berührung gekommen.
Es ist ja auch kein Wunder, wenn ein alter Mensch, der sich in ein Pflegeheim abgeschoben fühlt, eine Depression entwickelt . . .
Aufgefallen ist mir nun in einem Fall, daß da ein älterer Herr nach einem Schlaganfall mit Tabletten gefüttert wird, die ihn noch müder und antriebsloser machen als er es ohnehin schon in guten Zeiten war.
Die tägliche Pille bekommt er mit seinem Abendbrot, aber das Zeugs wirkt bis spät in den nächsten Tag hinein.
Der Knabe ist jetzt fast nicht mehr aus dem Bett zu bekommen und will partout nicht mehr in den Rollstuhl gesetzt werden.
Halleluja!
Das nenne ich eine ächt "Altenheimgerechte Pille".
Also studiere ich jetzt Medizin.
Nein, nicht das ganze Spektrum, sondern nur den Teilbereich der Psychopharmaka, und diese auch nur, soweit sie eine größere Bedeutung für den Bereich der Alten- und Pflegeheime haben.
Als Autodidakt habe ich bisher immer die Grundlagen erlernt, die ich für meinen jeweiligen Beruf brauchte. Und das waren recht unterschiedliche Berufe, die soo eigentlich nicht zusammen paßten.
Also lerne ich jetzt wieder.
Das Internet bietet mir mit der Wikipedia und der Google-Suchfunktion ja einen herrlichen Studienplatz. Da ich auch der englischen Sprache mächtig bin, habe ich ein weites Informationsfeld vor mir.
In Sachen des besagten älteren Herren fiel mir auf, daß weder seine Angehörigen noch sein gesetzlich verordneter Betreuer eine Ahnung hatten, was ihr Schützling da so täglich eingetrichtert bekam.
Das fing schon mit dem Essen an.
Er hatte eine Magensonde und bekam da so eine bräunliche Flüssigkeit ("Nutrision advanced") zur Ernährung über einen Schlauch und zusätzlich bekam er auch noch feste Nahrung.
Und manchmal bekam er auch beides kurz hinter einander.
Dann kotzte er, weil die gesamte Menge wohl ein wenig zu gut gemeint war.
Um die Überfütterung zu ermöglichen, wurde auch das Protokoll über die erfolgreich verabreichten Speisen oft erst am Abend ausgefüllt, wenn das Malheur bereits geschehen war.
Da hatte also manch eine Pflegekraft keine Ahnung, was denn nun ihre Kollegin vorher schon so an Nahrung verabreicht hatte.
Die Angehörigen des Pfleglings hatten erst recht keine Ahnung, wie das denn da so mit den Medikamenten aussah.
Bis dann da einer mal etwas verwundert nachfragte, warum der alte Herr denn immer schläfriger und fauler wurde und daß auch seine Sprache undeutlicher und leiser wurde, wenn sie ihn besuchten.
Des Rätsels Lösung war eine schlichte kleine Pille mit dem Wirkstoff "Mirtazapin" aus der Gruppe der "tetrazyklischen Antidepressiva".
Schaut einmal in der Wikipedia genauer nach, und ihr werdet sehen, daß das eher eine Schlaftablette ist und kein zeitgemäßes Antidepressiva mit gezielter Wirkung zur Mobilisierung eines depressiven Patienten.
Da nun nicht jedes Medikament bei allen Patienten gleichermaßen wirkt, würde ich es genau soo machen - wie es die Ärtze ja auch oft tun - und dieses Medikament absetzen und gegen eine Pille aus dem Bereich der SSRI-Antidepressiva wie z.B. Prozac *) austauschen.
*) Die Handelsbezeichnung "Prozac" habe ich absichtlich gewählt, weil sie den aufmerksamen und wirklich interessierten Leser zwangsläufig zu den in Deutschland erhältlichen Medikamenten "Fluoxetin" führt. :-)
Siehe auch:
http://www.neuro24.de/antidepressiva.htm
und
Das Antidepressivum Fluoxetin kann die Erholung von Schlaganfall-Patienten verbessern.
Es ist ja auch kein Wunder, wenn ein alter Mensch, der sich in ein Pflegeheim abgeschoben fühlt, eine Depression entwickelt . . .
Aufgefallen ist mir nun in einem Fall, daß da ein älterer Herr nach einem Schlaganfall mit Tabletten gefüttert wird, die ihn noch müder und antriebsloser machen als er es ohnehin schon in guten Zeiten war.
Die tägliche Pille bekommt er mit seinem Abendbrot, aber das Zeugs wirkt bis spät in den nächsten Tag hinein.
Der Knabe ist jetzt fast nicht mehr aus dem Bett zu bekommen und will partout nicht mehr in den Rollstuhl gesetzt werden.
Halleluja!
Das nenne ich eine ächt "Altenheimgerechte Pille".
Also studiere ich jetzt Medizin.
Nein, nicht das ganze Spektrum, sondern nur den Teilbereich der Psychopharmaka, und diese auch nur, soweit sie eine größere Bedeutung für den Bereich der Alten- und Pflegeheime haben.
Als Autodidakt habe ich bisher immer die Grundlagen erlernt, die ich für meinen jeweiligen Beruf brauchte. Und das waren recht unterschiedliche Berufe, die soo eigentlich nicht zusammen paßten.
Also lerne ich jetzt wieder.
Das Internet bietet mir mit der Wikipedia und der Google-Suchfunktion ja einen herrlichen Studienplatz. Da ich auch der englischen Sprache mächtig bin, habe ich ein weites Informationsfeld vor mir.
In Sachen des besagten älteren Herren fiel mir auf, daß weder seine Angehörigen noch sein gesetzlich verordneter Betreuer eine Ahnung hatten, was ihr Schützling da so täglich eingetrichtert bekam.
Das fing schon mit dem Essen an.
Er hatte eine Magensonde und bekam da so eine bräunliche Flüssigkeit ("Nutrision advanced") zur Ernährung über einen Schlauch und zusätzlich bekam er auch noch feste Nahrung.
Und manchmal bekam er auch beides kurz hinter einander.
Dann kotzte er, weil die gesamte Menge wohl ein wenig zu gut gemeint war.
Um die Überfütterung zu ermöglichen, wurde auch das Protokoll über die erfolgreich verabreichten Speisen oft erst am Abend ausgefüllt, wenn das Malheur bereits geschehen war.
Da hatte also manch eine Pflegekraft keine Ahnung, was denn nun ihre Kollegin vorher schon so an Nahrung verabreicht hatte.
Die Angehörigen des Pfleglings hatten erst recht keine Ahnung, wie das denn da so mit den Medikamenten aussah.
Bis dann da einer mal etwas verwundert nachfragte, warum der alte Herr denn immer schläfriger und fauler wurde und daß auch seine Sprache undeutlicher und leiser wurde, wenn sie ihn besuchten.
Des Rätsels Lösung war eine schlichte kleine Pille mit dem Wirkstoff "Mirtazapin" aus der Gruppe der "tetrazyklischen Antidepressiva".
Schaut einmal in der Wikipedia genauer nach, und ihr werdet sehen, daß das eher eine Schlaftablette ist und kein zeitgemäßes Antidepressiva mit gezielter Wirkung zur Mobilisierung eines depressiven Patienten.
Da nun nicht jedes Medikament bei allen Patienten gleichermaßen wirkt, würde ich es genau soo machen - wie es die Ärtze ja auch oft tun - und dieses Medikament absetzen und gegen eine Pille aus dem Bereich der SSRI-Antidepressiva wie z.B. Prozac *) austauschen.
Die Folge könnte zwar sein, daß die Pflegekräfte dann mehr Arbeit mit diesem Pflegling haben, aber das Wohlergehen des Pfleglings wäre mir wichtiger!
Ein Versuch wäre es wert, denn schlimmer als jetzt wird es dem alten Herrn dadurch vermutlich kaum gehen.
Und noch etwas Unverzichtbares würde ich machen:
Ich würde einen Psychologen für die Behandlung meines Pfleglings hinzuziehen!
Und noch etwas Unverzichtbares würde ich machen:
Ich würde einen Psychologen für die Behandlung meines Pfleglings hinzuziehen!
Siehe auch:
http://www.neuro24.de/antidepressiva.htm
und
Das Antidepressivum Fluoxetin kann die Erholung von Schlaganfall-Patienten verbessern.
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Montag, 20. Dezember 2010
Schlaganfall: Die vergessenen Alten III.
Zu Besuch im Aufenthaltsraum
In meinem Alter sind einem die Besuche bei Freunden, Bekannten und ehemaligen Nachbarn in einem 'Seniorenheim' nicht fremd. Und dennoch stehe ich dort so manches Mal recht hilflos da.
Der Mann, den ich heute besuchte, saß in seinem Rollstuhl in seinem Zimmer und zappte mit der Fernbedienung von einem Fernsehprogramm zum anderen..
Als ich herein kam bat er mich gleich, ihn doch bitte wieder ins Bett zu legen . . . aber das konnte ich nicht. Er war einfach zu schwer, ich hatte keine Ahnung, mit welchem 'Dreh' ich ihn da hinüber bringen sollte und er selbst konnte mich, aufgrund seiner Lähmungen, nicht bei dem Manöver unterstützen.
Also sah ich mich im Flur um und bat eine Pflegerin, ihrem Pflegling wieder ins Bett zu verhelfen.
Wir warteten.
Dem alten Knaben tat sein Bein immer mehr weh . . . und wir warteten.
Nach rund 15 Minuten versuchte ich noch einmal eine Pflegerin zu ergattern . . . und der Pflegling wurde endlich, nach rund einer halben Stunde, versorgt.
Ich wurde während dieser Zeremonie aus dem Zimmer hinaus komplimentiert und ging in den Aufenthaltsraum.
In diesem Raum befindet sich auch eine Teeküche und die Patienten, die sich hierher bewegen können, die essen hier auch ihr Frühstück und Abendbrot.
Hier zupfte mich eine ältere Dame am Ärmel und bat mich, sie doch von ihrem Rollstuhl heraus auf einen Stuhl zu setzen.
Nein, auch diesen Dienst an meinem Nächsten konnte und durfte ich nicht verrichten. Ich hatte ja keine Ahnung, wie lange sie überhaupt im Rollstuhl gesessen hatte und ob sie überhaupt allein auf einem Stuhl sitzen konnte.
Was macht man dann, wenn man nicht helfen kann und diese hilfsbedürftige Frau einen immer wieder flehentlich bittet, sie doch aus ihrem Rollstuhl zu befreien?
Man weint innerlich, zeigt dieses aber nicht, um den Pflegling nicht noch hilfloser werden zu lassen und wartet wiederum hilflos auf eine der wenigen Pflegerinnen.Wenn man Glück hat, dann geht die Zeit schnell vorbei.Und wenn man Pech hat, dann wartet man wiederum eine halbe Stunde oder länger . . .
Dienstag, 14. Dezember 2010
Der aktuelle Link
Wenn die Lichter ausgehen . . .
Schlaganfall mit 28 Jahren
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Schlaganfall: Die vergessenen Alten II.
Soo kümmern sich die Angehörigen um "ihre Alten".
Ich hatte heute Gelegenheit als Gast an einem Treffen in einem Altenheim (oder besser: Seniorenheim) teilzunehmen.
Die Heimleitung hatte alle Angehörigen von dort lebenden Pfleglingen eingeladen, um einmal Revue passieren zu lassen, was sich so rund um dieses Seniorenheim getan hatte.
Als ich da so im Seminarraum saß und meine Blicke schweifen ließ, da war ich doch recht betroffen.
Es saßen gerade einmal 6 Besucher dort und lauschten den Worten der Heimleitung und deren leitenden Mitarbeitern.
Dieses Seniorenheim beherbergt immerhin fast 100 zu betreuende und zu pflegende 'Alte'.
Ja, so 'zahlreich' kümmern sich die Jungen um ihre Alten . . .
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Dienstag, 9. November 2010
Schlaganfall: Hilfe im Pflegestützpunkt Harburg
Hilfe und Koordination von Pflegemaßnahmen, Nachtrag
Ja, es gibt sie, die hilfreichen Pflegestützpunkte in Hamburg !
Auch wenn die Barmer Ersatzkasse in Hamburg da noch ein wenig hilflos erscheint . . . Vater Staat ist da doch einmal etwas kompetenter.
Aber das neue Gesetz wurde ja auch erst am 1. September 2009 in Kraft gesetzt.
Der Pflegestützpunkt in Harburg ist in der Sozialbehörde im Bereich der Seniorenbetreuung angesiedelt und ist neben dem Arbeitsamt (durch den Torbogen an der linken Seite) zu erreichen.
Die Adresse ist:
Harburger Ring 33
21073 Hamburg-Harburg
Eine Internetseite mit Lageplan ist natürlich auch vorhanden:
http://www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11270515/
Das Personal im Harburger Pflegestützpunkt erscheint mir recht kompetent, ist aber auch, wie viele Pflegeheime selbst, kronisch unterbesetzt.
Deshalb kann man diese recht hilfreiche Einrichtung zur Zeit nur
am Montag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr besuchen . . .
Und noch eine hilfreiche Anlaufstelle:
Selbsthilfeverband Schlaganfallbetroffener und gleichartig Behinderter (SSB) e.V.
Netzgärtner Kurt
.
Ja, es gibt sie, die hilfreichen Pflegestützpunkte in Hamburg !
Auch wenn die Barmer Ersatzkasse in Hamburg da noch ein wenig hilflos erscheint . . . Vater Staat ist da doch einmal etwas kompetenter.
Aber das neue Gesetz wurde ja auch erst am 1. September 2009 in Kraft gesetzt.
Der Pflegestützpunkt in Harburg ist in der Sozialbehörde im Bereich der Seniorenbetreuung angesiedelt und ist neben dem Arbeitsamt (durch den Torbogen an der linken Seite) zu erreichen.
Die Adresse ist:
Harburger Ring 33
21073 Hamburg-Harburg
Eine Internetseite mit Lageplan ist natürlich auch vorhanden:
http://www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11270515/
Das Personal im Harburger Pflegestützpunkt erscheint mir recht kompetent, ist aber auch, wie viele Pflegeheime selbst, kronisch unterbesetzt.
Deshalb kann man diese recht hilfreiche Einrichtung zur Zeit nur
am Montag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr besuchen . . .
Und noch eine hilfreiche Anlaufstelle:
Selbsthilfeverband Schlaganfallbetroffener und gleichartig Behinderter (SSB) e.V.
Netzgärtner Kurt
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Mittwoch, 3. November 2010
Schlaganfall - Hilfe und Koordination von Pflegemaßnahmen
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Das Netz ist freundlicher und kompetenter mit seinen Auskünften als . . . der Sachbearbeiter einer großen Krankenkasse, an den ich geraten bin.
Dessen Auskunft lief darauf hinaus, daß nur der Hausarzt des Pflegebedürftigen als Koordinationsstelle anzusprechen sei.
Im Internet dagegen fand ich diese Auskunft, aus der ich kurz zitieren möchte:
Und hier ist die amtliche Seite unseres Bundesministeriums für Gesundheit zum Thema Pflegeberatung:
"Seit dem 1. Januar 2009 gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung."
- Auch die weiteren Ausführungen dieser Seite sind recht informativ!
~ ~ ~
Übrigens . . .
Die zuständige Pflegekasse ist immer eine der Krankenkasse angegliederte Abteilung, der der Pflegling angehört. (Deren Finanzmanagement muß nur strikt getrennt von den Krankenkassenkosten gehalten werden.)
Netzgärtner Kurt
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Das Netz ist freundlicher und kompetenter mit seinen Auskünften als . . . der Sachbearbeiter einer großen Krankenkasse, an den ich geraten bin.
Dessen Auskunft lief darauf hinaus, daß nur der Hausarzt des Pflegebedürftigen als Koordinationsstelle anzusprechen sei.
Im Internet dagegen fand ich diese Auskunft, aus der ich kurz zitieren möchte:
Pflegeberater
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine umfassende Beratung durch einen Pflegeberater. Idealerweise findet der Versicherte einen solchen an einem sogenannten Pflegestützpunkt in seiner Kommune vor. Diese befinden sich zum Teil allerdings noch im Aufbau. Ansprechpartner sind derzeit die Berater bei der jeweiligen Pflegekasse.
Der Pflegeberater erstellt ein individuelles Pflegekonzept. Dabei berät er nicht nur zu Leistungen aus der Pflegekasse, sondern auch zu anderen professionellen und ehrenamtlichen Hilfsmöglichkeiten vor Ort. Er organisiert die Hilfeleistungen und kann sie gegebenenfalls auch überwachen. Er unterstützt auch bei der Organisation der Finanzierung. Wenn nötig, nimmt er deshalb Kontakt mit den Sozialhilfeträgern auf.
Quelle: biallo.de
Und hier ist die amtliche Seite unseres Bundesministeriums für Gesundheit zum Thema Pflegeberatung:
"Seit dem 1. Januar 2009 gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung."
- Auch die weiteren Ausführungen dieser Seite sind recht informativ!
~ ~ ~
Übrigens . . .
Die zuständige Pflegekasse ist immer eine der Krankenkasse angegliederte Abteilung, der der Pflegling angehört. (Deren Finanzmanagement muß nur strikt getrennt von den Krankenkassenkosten gehalten werden.)
Netzgärtner Kurt
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Dienstag, 2. November 2010
Schlaganfall-REHA? Verraten und Verkauft!
oder
Schlaganfall - Die vergessenen Alten - II.
Schlaganfall, danach verändert sich alles
lese ich heute in einer älteren Ausgabe des Hamburger Abendblattes.
Danach lese ich noch die Berichte zu einem Aufenthalt in einer REHA-Klinik . . . und mir kommt fast die Galle hoch!
Am 15. Oktober schrieb ich schon über meine Begegnung mit dem Thema Schlaganfall und seitdem habe ich mich ein wenig intensiver mit dieser "Alterskrankheit" beschäftigt.
Es gibt da ja auch einen ganz einfachen Grund:
Ich habe die 70 überschritten und wer weiß da schon, wann er da hilflos der Gerätemedizin und der herzlosen, gewinnorientierten Krankenhaus- und Altenpflegeszene ausgeliefert ist?
Ich habe mich inzwischen mit einem konkreten Pflegefall nach einem Schlaganfall befaßt und auch auf der betreffenden Pflegestation umgesehen und das, was ich da sehe, das läßt mich Böses erahnen.
Die 'Patienten' sind halt den Gegebenheiten auf der Station ausgeliefert und können sich oft noch nicht selbst helfen.
Besucher sind rar und hin und wieder sieht man einen Arzt auf dem Flur (man erkennt ihn leicht an seinem typischen Arztköfferchen).
Aber auch auf diese Mitmenschen kann sich der hilf- und wehrlose Schlaganfall-Patient oft nicht verlassen.
Fragt man da zum Beispiel bei einer MRSA-Infektion eines Pflegefalles bei der Pflegeleitung nach, was da denn zur Sanierung des Patienten getan wird, so erhält man nicht selten ein hilfloses Achselzucken . . . das sei Sache des Hausarztes.
REHA . . . das unbekannte Wort.
Noch schlimmer sieht es bei den REHA-Maßnahmen zur Erlangung der Bewegungsfähigkeit aus.
Ich habe mit einem Patienten gesprochen, der mal 5 Stunden in einem Rutsch in einen Rollstuhl gesetzt wird, nur um dann wieder tagelang im Bett zu liegen. Einen speziellen Therapeuten, der sich um die gelähmten Körperteile (Arm und Bein) kümmert, den hat dieser Pflegling auch noch nicht gesehen.
Ja, es mag auch bessere Pflegeheime geben, als die, die ich wahrgenommen habe, aber die scheinen dünn gesät zu sein und sind dann auch noch voll ausgebucht . . .
Auch wenn ich das Umfeld eines Pflegefalles nicht so eben mal ändern kann . . .
. . . ich sorge für mich vor!
Zunächst einmal grase ich das Internet (Wikipedia!) nach Informationen ab und lese in den Pausen weiter in meinem neu erworbenen Buch:
Das Methusalem-Komplott
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Schlaganfall - Die vergessenen Alten - II.
Schlaganfall, danach verändert sich alles
lese ich heute in einer älteren Ausgabe des Hamburger Abendblattes.
Danach lese ich noch die Berichte zu einem Aufenthalt in einer REHA-Klinik . . . und mir kommt fast die Galle hoch!
Am 15. Oktober schrieb ich schon über meine Begegnung mit dem Thema Schlaganfall und seitdem habe ich mich ein wenig intensiver mit dieser "Alterskrankheit" beschäftigt.
Es gibt da ja auch einen ganz einfachen Grund:
Ich habe die 70 überschritten und wer weiß da schon, wann er da hilflos der Gerätemedizin und der herzlosen, gewinnorientierten Krankenhaus- und Altenpflegeszene ausgeliefert ist?
Ich habe mich inzwischen mit einem konkreten Pflegefall nach einem Schlaganfall befaßt und auch auf der betreffenden Pflegestation umgesehen und das, was ich da sehe, das läßt mich Böses erahnen.
Die 'Patienten' sind halt den Gegebenheiten auf der Station ausgeliefert und können sich oft noch nicht selbst helfen.
Besucher sind rar und hin und wieder sieht man einen Arzt auf dem Flur (man erkennt ihn leicht an seinem typischen Arztköfferchen).
Aber auch auf diese Mitmenschen kann sich der hilf- und wehrlose Schlaganfall-Patient oft nicht verlassen.
Fragt man da zum Beispiel bei einer MRSA-Infektion eines Pflegefalles bei der Pflegeleitung nach, was da denn zur Sanierung des Patienten getan wird, so erhält man nicht selten ein hilfloses Achselzucken . . . das sei Sache des Hausarztes.
REHA . . . das unbekannte Wort.
Noch schlimmer sieht es bei den REHA-Maßnahmen zur Erlangung der Bewegungsfähigkeit aus.
Ich habe mit einem Patienten gesprochen, der mal 5 Stunden in einem Rutsch in einen Rollstuhl gesetzt wird, nur um dann wieder tagelang im Bett zu liegen. Einen speziellen Therapeuten, der sich um die gelähmten Körperteile (Arm und Bein) kümmert, den hat dieser Pflegling auch noch nicht gesehen.
Ja, es mag auch bessere Pflegeheime geben, als die, die ich wahrgenommen habe, aber die scheinen dünn gesät zu sein und sind dann auch noch voll ausgebucht . . .
Auch wenn ich das Umfeld eines Pflegefalles nicht so eben mal ändern kann . . .
. . . ich sorge für mich vor!
Zunächst einmal grase ich das Internet (Wikipedia!) nach Informationen ab und lese in den Pausen weiter in meinem neu erworbenen Buch:
Das Methusalem-Komplott
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Freitag, 15. Oktober 2010
Schlaganfall - Die vergessenen Alten I.
Wie gehen wir mit unseren 'Alten' um?
Nein, nicht immer sind es alte Menschen, die vom Schlaganfall getroffen werden.
Es ist auch nicht immer ein Schlaganfall, der ältere Mitbürger aus dem Verkehr zieht.
Aber gehe einmal in einer Intensiv-Station eines größeren Krankenhauses spazieren und schau einmal in ein sogenanntes "Stroke-Unit" ( = das ist denglisch für "Schlaganfall-Abteilung") hinein.
Wen siehst Du da?
Fast ausschließlich ältere Patienten.
Warum das so ist?
Nun, ein Schlaganfall ist oft eine der langfristigen Folgen von solchen Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck, und da braucht es so seine Zeit, bis der Körper dann endlich streikt.
2030 Aufstand der Alten
Wer diesen Film gesehen hat, der mag meinen, daß das halt nur ein Horror-Film war . . . aber die Wirklichkeit scheint gar nicht so weit vom Film entfernt zu sein.
Bei meinem kurzen Aufenthalt in der Notaufnahme eines Harburger Krankenhauses - ich hatte wieder einmal einen Gichtanfall in meinem Großen-Zeh - lernte ich den Freund eines von einem Schlaganfall Betroffenen kennen.
Der gute Mann hatte sich die Brille ins Auge gerammt, weil er im Dunkeln auf dem Fußweg gestolpert und hingefallen war.
Er erzählte mir von dem Bruder seines Freundes, einem ehemaligen Wachkoma-Patienten.
Als er merkte, daß ich dem Computer verfallen bin, da sprudelte es nur so aus ihm heraus:
Daß es eine Sauerei sei, wie da mit solchen Schlaganfall-Patienten umgegangen werde, wenn diese von der Intensivstation eines Krankenhauses in ein Pflegeheim "verschoben" würden und daß man doch darüber im Internet schreiben müßte . . .
Diese sogenannten "Pflegeheime" seien ja nicht viel mehr als "Aufbewahrungs-Stationen"!
Selbst in sogenannten "Reha-Abteilungen" sei in manchen Pflegeheimen nur herzlich wenig von Reha zu spüren . . .
Es sei ja doch lukrativer, wenn man diese hilflosen Alten nicht allzu fit macht, denn dann könnten sie ja dem Pflegeheim verlustig gehen . . . mit Dauergästen könne man ja seine Rentabilität (=Gewinn) viel besser kalkulieren.
Siehe auch im Spiegel-Artikel vom 31.08.2007
Also machte ich mich mit "Googles Hilfe" auf und recherchierte auch in der Wikipedia.de, wie es da so im Netz in Sachen Schlaganfall aussieht.
Die erste Seite, die ich fand, war bei Google unter diesem Suchbegriff zu finden:
"Ich hatte einen Schlaganfall"
Eines der interessantesten Ergebnisse war die Seite:
Strokeman - Und plötzlich war es alles anders
Beim Lesen in diesem Blog fand ich dann unter dem Titel Früher den Kommentar eines Walters, der auch seinen Link im Namen hinterlassen hatte.
Und so landete ich schließlich auf der Seite von Walter und Gustav:
Schlaganfall - Ein Tagebuch
Waren die Berichte von 'Strokeman' noch recht düster und der Hintergrund des Blogs ebenso, so schimmert bei 'Walter und Gustav' doch auch ein Funke Hoffnung durch. Das kommt besonders hervor im Eintrag
Es geht vorwärts. "Die Hoffnung stirbt zuletzt!"
Wenn ich dann aber die anderen Beiträge in diesem Blog lese, dann hilft auch der hoffnungsvolle grüne Hintergrund des Blogs nicht ganz über die düstere Stimmung hinweg . . .
Ja, da scheint leider etwas dran zu sein, an der Bemerkung "Aufbewahrungsstätte für Alte Menschen"
Also werde ich jetzt erst einmal das folgende Buch bestellen und lesen:
Das Methusalem-Komplott
Lest einmal die Rezensionen !
~ ~ ~
So geht das halt in der "Bloggerei" . . .
Man trifft einen Menschen.
Es entwickelt sich ein Gespräch.
Das Gespräch geht einem nicht mehr aus dem Sinn.
Dann wird "gegoogelt" und in der Wikipedia.de geschmökert . . .
. . . und schon hat man ein Thema, über das man einfach schreiben muß.
Euer Netzgärtner Kurt
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Nein, nicht immer sind es alte Menschen, die vom Schlaganfall getroffen werden.
Es ist auch nicht immer ein Schlaganfall, der ältere Mitbürger aus dem Verkehr zieht.
Aber gehe einmal in einer Intensiv-Station eines größeren Krankenhauses spazieren und schau einmal in ein sogenanntes "Stroke-Unit" ( = das ist denglisch für "Schlaganfall-Abteilung") hinein.
Wen siehst Du da?
Fast ausschließlich ältere Patienten.
Warum das so ist?
Nun, ein Schlaganfall ist oft eine der langfristigen Folgen von solchen Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck, und da braucht es so seine Zeit, bis der Körper dann endlich streikt.
2030 Aufstand der Alten
Wer diesen Film gesehen hat, der mag meinen, daß das halt nur ein Horror-Film war . . . aber die Wirklichkeit scheint gar nicht so weit vom Film entfernt zu sein.
Bei meinem kurzen Aufenthalt in der Notaufnahme eines Harburger Krankenhauses - ich hatte wieder einmal einen Gichtanfall in meinem Großen-Zeh - lernte ich den Freund eines von einem Schlaganfall Betroffenen kennen.
Der gute Mann hatte sich die Brille ins Auge gerammt, weil er im Dunkeln auf dem Fußweg gestolpert und hingefallen war.
Er erzählte mir von dem Bruder seines Freundes, einem ehemaligen Wachkoma-Patienten.
Als er merkte, daß ich dem Computer verfallen bin, da sprudelte es nur so aus ihm heraus:
Daß es eine Sauerei sei, wie da mit solchen Schlaganfall-Patienten umgegangen werde, wenn diese von der Intensivstation eines Krankenhauses in ein Pflegeheim "verschoben" würden und daß man doch darüber im Internet schreiben müßte . . .
Diese sogenannten "Pflegeheime" seien ja nicht viel mehr als "Aufbewahrungs-Stationen"!
Selbst in sogenannten "Reha-Abteilungen" sei in manchen Pflegeheimen nur herzlich wenig von Reha zu spüren . . .
Es sei ja doch lukrativer, wenn man diese hilflosen Alten nicht allzu fit macht, denn dann könnten sie ja dem Pflegeheim verlustig gehen . . . mit Dauergästen könne man ja seine Rentabilität (=Gewinn) viel besser kalkulieren.
Siehe auch im Spiegel-Artikel vom 31.08.2007
Also machte ich mich mit "Googles Hilfe" auf und recherchierte auch in der Wikipedia.de, wie es da so im Netz in Sachen Schlaganfall aussieht.
Die erste Seite, die ich fand, war bei Google unter diesem Suchbegriff zu finden:
"Ich hatte einen Schlaganfall"
Eines der interessantesten Ergebnisse war die Seite:
Strokeman - Und plötzlich war es alles anders
Beim Lesen in diesem Blog fand ich dann unter dem Titel Früher den Kommentar eines Walters, der auch seinen Link im Namen hinterlassen hatte.
Und so landete ich schließlich auf der Seite von Walter und Gustav:
Schlaganfall - Ein Tagebuch
Waren die Berichte von 'Strokeman' noch recht düster und der Hintergrund des Blogs ebenso, so schimmert bei 'Walter und Gustav' doch auch ein Funke Hoffnung durch. Das kommt besonders hervor im Eintrag
Es geht vorwärts. "Die Hoffnung stirbt zuletzt!"
Wenn ich dann aber die anderen Beiträge in diesem Blog lese, dann hilft auch der hoffnungsvolle grüne Hintergrund des Blogs nicht ganz über die düstere Stimmung hinweg . . .
Ja, da scheint leider etwas dran zu sein, an der Bemerkung "Aufbewahrungsstätte für Alte Menschen"
Also werde ich jetzt erst einmal das folgende Buch bestellen und lesen:
Das Methusalem-Komplott
Lest einmal die Rezensionen !
~ ~ ~
So geht das halt in der "Bloggerei" . . .
Man trifft einen Menschen.
Es entwickelt sich ein Gespräch.
Das Gespräch geht einem nicht mehr aus dem Sinn.
Dann wird "gegoogelt" und in der Wikipedia.de geschmökert . . .
. . . und schon hat man ein Thema, über das man einfach schreiben muß.
Euer Netzgärtner Kurt
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